TL;DR, Kurze Antwort
5 Min. LesezeitLinkedIn InMail ist eine Premium-Messaging-Funktion, mit der Sie jedes LinkedIn-Mitglied direkt kontaktieren können, auch ohne Verbindung. Es ist unverzichtbar für Vertriebsansprache, Recruiting und Geschäftsentwicklung.
Was ist LinkedIn InMail?
Hier geht es um das Thema LinkedIn InMail, veranschaulicht mit praktischen Beispielen. Jemanden zu erreichen, mit dem man noch nie verbunden war, ist der ganze Sinn von LinkedIn InMail, einer Premium-Nachricht, die die Voraussetzung eines Erstgradkontakts umgeht. Die Credits sind begrenzt, und genau deshalb zählt die Antwortrate weit mehr als das Versandvolumen.
InMail-Nachrichten stehen über LinkedIn Premium, Sales Navigator und Recruiter-Abonnements zur Verfügung. Jede Abo-Stufe bringt ein anderes monatliches InMail-Kontingent mit sich.
Wie sich InMail von normalen Nachrichten unterscheidet
| Feature | Normale Nachricht | InMail |
|---|---|---|
| Verbindung erforderlich | Ja (1. Grad) | Nein |
| Im kostenlosen Plan verfügbar | Ja | Nein |
| Monatliches Limit | Unbegrenzt | Je nach Plan unterschiedlich |
| Credit-Rückerstattung | Nicht zutreffend | Ja, bei Antwort innerhalb von 90 Tagen |
| Betreffzeile | Nein | Ja |
| Zeichenlimit | Gleich | Gleich |
| Antwortrate | Höher (bekannter Kontakt) | Niedriger (Kaltakquise) |
InMail-Kontingente nach Plan
Die verschiedenen LinkedIn-Abo-Stufen bieten unterschiedlich viele InMail-Credits pro Monat:
- LinkedIn Premium Career: 5 InMail-Credits pro Monat
- LinkedIn Premium Business: 15 InMail-Credits pro Monat
- LinkedIn Sales Navigator Core: 50 InMail-Credits pro Monat
- LinkedIn Recruiter Lite: 30 InMail-Credits pro Monat
- LinkedIn Recruiter: 150 InMail-Credits pro Monat
Ungenutzte Credits werden je nach Plan bis zu 90 Tage lang übertragen. Antwortet ein Empfänger innerhalb von 90 Tagen auf eine InMail, wird der Credit dem Konto gutgeschrieben.
So versendet man eine wirkungsvolle InMail

Schritt 1: Empfänger recherchieren
Bevor man ein einziges Wort schreibt, sollte man sich das Profil des Empfängers ansehen. Ein Blick auf aktuelle Beiträge, beruflichen Werdegang, gemeinsame Kontakte und Interessen lohnt sich. Diese Recherche fließt in die Personalisierung ein und zeigt dem Empfänger, dass man sich vorbereitet hat.
Schritt 2: Eine überzeugende Betreffzeile schreiben
Die Betreffzeile entscheidet, ob die InMail überhaupt geöffnet wird. Sie sollte kurz, konkret und für den Empfänger relevant sein. Allgemeine Formulierungen wie „Tolle Gelegenheit“ oder „Kurze Frage“ sollte man vermeiden.
Starke Betreffzeilen:
- „Ihr Beitrag zu [Thema] hat mich auf eine Idee gebracht“
- „Kollege aus der [Branche] mit einer Frage“
- „[Gemeinsamer Kontakt] hat mir geraten, mich zu melden“
Schritt 3: Mit Mehrwert einsteigen
Die Nachricht sollte mit etwas beginnen, das für den Empfänger relevant ist, nicht mit einem selbst. Man bezieht sich auf dessen Arbeit, ein gemeinsames Interesse oder eine konkrete Herausforderung, vor der das Unternehmen steht.
Schritt 4: Kurz fassen
Die InMail sollte unter 150 Wörtern bleiben. Längere Nachrichten erzielen deutlich niedrigere Antwortraten. Man kommt schnell und klar auf den Punkt.
Schritt 5: Einen klaren Call-to-Action einbauen
Man schließt mit einer konkreten, niedrigschwelligen Bitte ab. Statt „Sag Bescheid, wenn du reden möchtest“ funktioniert „Würde ein 15-minütiges Gespräch nächsten Dienstag passen, um das zu besprechen?“ besser.

Best Practices für InMail
- Jede Nachricht personalisieren: Vorlagen fallen sofort auf und werden ignoriert. Man bezieht sich auf konkrete Details aus dem Profil des Empfängers.
- Während der Geschäftszeiten versenden: InMails, die zwischen Dienstag und Donnerstag während der Geschäftszeiten verschickt werden, erzielen die höchsten Öffnungsraten.
- Durchdacht nachfassen: Kommt keine Antwort, wartet man mindestens eine Woche, bevor man nachfasst. Eine Nachfrage ist in Ordnung, mehrere nicht.
- Kennzahlen verfolgen: Man behält die InMail-Annahmerate im Blick und passt die Vorgehensweise danach an, was funktioniert.
- Anhänge in Erstnachrichten vermeiden: Sie können Spamfilter auslösen und lassen die Nachricht wie eine Massensendung wirken.
Häufige InMail-Fehler
- Dieselbe Vorlage an alle senden
- Lange Absätze über sich selbst oder das eigene Unternehmen schreiben
- Bei der Anfrage zu aufdringlich sein
- Den Empfänger vorher nicht recherchieren
- Clickbait-Betreffzeilen verwenden
- InMails am Wochenende oder spät abends senden
Wann InMail statt anderer Kontaktmethoden nutzen
InMail ist am wirksamsten, wenn:
- Es keine gemeinsamen Kontakte für eine warme Einführung gibt
- Der Empfänger eine leitende Entscheidungsträgerin oder ein leitender Entscheidungsträger ist, die bzw. der Kontaktanfragen wahrscheinlich nicht annimmt
- Ein professioneller erster Eindruck wichtig ist
- Für eine bestimmte Position rekrutiert wird
Alternativen sind sinnvoll, wenn:
- Gemeinsame Kontakte vorhanden sind, die eine Vorstellung übernehmen können
- Die Person in LinkedIn-Gruppen aktiv ist, in denen ein natürlicher Austausch möglich ist
- Zunächst mit den Inhalten der Person interagiert werden kann, um Vertrautheit aufzubauen
- Keine gemeinsamen Kontakte für eine warme Einführung
- Empfänger ist eine leitende Entscheidungsperson, die Kontaktanfragen wahrscheinlich nicht annimmt
- Ein professioneller erster Eindruck ist wichtig
- Rekrutierung für eine bestimmte Position
- Gemeinsame Kontakte können eine Vorstellung übernehmen
- Der Empfänger ist in LinkedIn-Gruppen aktiv, denen man beitreten kann
- Man kann zunächst mit den Inhalten der Person interagieren
Verwandte Begriffe
- LinkedIn-Verbindungsgrade: Das System, das die Beziehungsdistanz zu anderen Mitgliedern bestimmt
- LinkedIn Sales Navigator: Fortgeschrittenes Vertriebstool mit erweiterten InMail-Funktionen
- Open Profile: Eine Premium-Einstellung, die es jedem erlaubt, dem Nutzer kostenlose InMails zu senden
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich InMail?
Wer für Vertrieb, Recruiting oder Geschäftsentwicklung auf LinkedIn angewiesen ist, findet in InMail ein wertvolles Werkzeug. Durch die Gutschriftenrückerstattung gehen nur bei komplett unbeantworteten Nachrichten Credits verloren. Für gelegentliches Networking reichen Kontaktanfragen und Interaktion mit Inhalten aus.
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Was ist eine gute InMail-Antwortquote?
Die durchschnittliche InMail-Antwortquote liegt je nach Branche und Zielgruppenausrichtung bei etwa 10-25 %. Gut personalisierte InMails von relevanten Absendern erreichen Antwortquoten von über 30 %.
Kann man InMails an jeden senden?
InMails können an die meisten LinkedIn-Mitglieder gesendet werden. Manche Nutzer deaktivieren den Empfang von InMails jedoch in ihren Datenschutzeinstellungen, sodass sie über diesen Kanal nicht erreichbar sind.
Verfallen InMail-Credits?
Nicht genutzte InMail-Credits werden von Monat zu Monat übertragen, verfallen aber nach 90 Tagen. Für beantwortete Nachrichten zurückerstattete Credits unterliegen demselben Verfallszyklus.
Was passiert, wenn jemand nicht auf die InMail antwortet?
Antwortet der Empfänger nicht innerhalb von 90 Tagen, geht der InMail-Credit verloren. Die Nachricht bleibt im Posteingang erhalten und kann weiterhin beantwortet werden, der Credit wird nach Ablauf der 90-Tage-Frist jedoch nicht zurückerstattet.
Gibt es bei InMail ein Zeichenlimit?
Für InMail gilt dasselbe Zeichenlimit wie für eine normale LinkedIn-Nachricht. Der Unterschied liegt in der Reichweite, nicht in der Länge. InMail erreicht jedes LinkedIn-Mitglied, während eine normale Nachricht nur Kontakte ersten Grades erreicht.
Können normale LinkedIn-Nachrichten eine Betreffzeile enthalten?
Nein, Betreffzeilen sind eine reine InMail-Funktion. Normale Nachrichten beginnen direkt mit dem Nachrichtentext, weshalb eine starke InMail-Betreffzeile für die Öffnungsrate so wichtig ist.
Wie lang sollte eine InMail-Nachricht sein?
Unter 150 Wörtern bleiben. Längere Nachrichten erzielen deutlich niedrigere Antwortquoten, das Ziel ist also, schnell auf den Punkt zu kommen und den Call-to-Action wirken zu lassen.
Was ist Open Profile auf LinkedIn?
Open Profile ist eine Premium-Einstellung, mit der jedes LinkedIn-Mitglied kostenlose InMails senden kann, ohne einen der eigenen Credits zu verbrauchen. Die Aktivierung wirkt wie eine dauerhafte Einladung für Kaltakquise.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um eine InMail zu senden?
Dienstag bis Donnerstag während der Geschäftszeiten erzielt die höchsten Öffnungsraten. Das Versenden am Wochenende oder spät abends gehört zu den häufigsten InMail-Fehlern, weshalb sich eine bewusste Zeitplanung lohnt.
LinkedIn-Outreach-Strategie verbessern
Effektives LinkedIn-Outreach verbindet starke InMails mit konsistenten, wertvollen Inhalten im eigenen Profil. AdaptlyPost hält die eigene LinkedIn-Präsenz aktiv und stützt damit die Outreach-Bemühungen, sodass Interessenten nach Erhalt der InMail auf ein glaubwürdiges, aktives Profil stoßen.
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